Aus dem Lehrplan im Fach Ethik

Aus dem LehrplanPLUS der 5. Klasse:

  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen und beachten, dass es nicht die eine, objektiv richtige Wahrnehmung gibt, sondern dass Wahrnehmung immer bestimmten Bedingungen und Einschränkungen unterworfen ist.
  • Sie nehmen sich selbst und ihre Umwelt in einfach strukturierten Situationen reflektiert wahr, insbesondere Gefühle, Bedürfnisse und Interessen von sich selbst und anderen, z. B. im Rahmen der Familie.
  • Sie achten die besondere Rolle der Familie.
  • Die Schülerinnen und Schüler verstehen Feste als emotionale, soziale, kulturelle bzw. religiöse Höhepunkte im menschlichen Leben.
  • Sie respektieren kulturelle Unterschiede sowie unterschiedliche religiöse und nicht-religiöse Weltanschauungen, z. B. im Zusammenhang mit Festen.
  • Sie sehen die Notwendigkeit von Regeln ein, formulieren und begründen einfache Regeln für den Umgang mit Gleichaltrigen und halten diese ein.
  • Sie wenden einfache Strategien der Selbstkontrolle an, z. B. beim Spielen.
  • Die Schülerinnen und Schüler verwenden altersgerechte Ausdrucksformen von konstruktiver Kommunikation, z. B. Ich-Botschaften und wertschätzendes Feedback.
  • Die Schülerinnen und Schüler machen sich eine altersgerechte Vorstellung vom Gerechten und Guten und treffen auf dieser Grundlage in einem einfach strukturierten Konfliktfall eine moralische Entscheidung, z. B. in der Familie und beim Spielen mit Gleichaltrigen.
  • Sie erkennen, dass sie als Handelnde, aber auch als Nicht-Handelnde moralische Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen tragen, z. B. bei der Vorbereitung und Planung eines Festes und der Übernahme von Aufgaben in der Familie.
  • Sie genießen ihr Leben, z. B. beim Feiern von Festen, beim kreativen Spiel und bei der Wahrnehmung von Schönem.

Aus dem Lehrplan der 10. Klasse:

In dieser Jahrgangsstufe werden die Schüler mit Grundfragen der Anthropologie als philosophischer Reflexion über den Menschen vertraut. Sie wenden ihre bisher erworbenen Kenntnisse über Weltreligionen an, um die Relevanz religiöser Sinnstiftung beurteilen zu können. Im Bereich der angewandten Ethik bieten die Themen Medizinethik und Ethik des wirtschaftlichen Handelns Gelegenheit zu einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit.

In der Jahrgangsstufe 10 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:

  • ethische Grundpositionen der Antike erläutern können
  • philosophische Grundbegriffe und -modelle sowie ihre Inhalte kennen und verstehen: Höhlengleichnis Platons, Gesellschaftsvertragstheorie bei Hobbes, Rousseau und Kant
  • zentrale Aspekte religiöser Lebens- und Weltorientierung erfasst haben
  • eine medizinethische Fallanalyse nach einem eingeübten Schema durchführen und die Entscheidung begründen
  • zwei Personbegriffe unterscheiden können
  • mit wirtschaftsethischen Grundbegriffen vertraut sein