Oberstufenkoordinatorin Dr. Silke Kröger eröffnete mit der Begrüßung der Ehrengäste die Abiturfeier in der voll besetzten Aula unserer Schule. Für den Landkreis Erding gratulierte der stellvertretende Landrat Georg Els dem erfolgreichen Abiturjahrgang und erinnerte sich dabei an das unbeschreibliche Gefühl, als er vor 47 Jahren sein Abiturzeugnis erhielt. Gleichzeitig forderte er dazu auf, sich neben Studium und Beruf auch ehrenamtlich zu engagieren, denn nur so können Frieden und Freiheit gesichert werden.
Dorfens neu gewählter 1. Bürgermeister Claudius Siebert freute sich sehr, den Abiturientinnen und Abiturienten gratulieren zu dürfen. Dabei betonte er, wie wichtig es ist, "durchzuhalten und dranzubleiben". Dann stelle sich auch das nötige Glück ein. Für den Elternbeirat bedankten sich Dr. Simon Dörr und Claudia Devers bei den Eltern, die ihre Kinder die letzten 13 Jahre in der Schule immer unterstützt haben.
Hannah Linsmayer, Josephine Huber und Kilian Heidner blickten aus Schülersicht auf ihre neunjährige Zeit am Gymnasium Dorfen zurück. Als erster Jahrgang nach der Wiedereinführung des G9 hätten sie sich oft wie bei einem Experiment gefühlt, genauso wie die Lehrer. Neben zahlreichen Prüfungen bleiben ihnen aber auch viele Erlebnisse außerhalb des Unterrichts in Erinnerung. Prägend waren auch die Einschränkungen in der Mittelstufe während der Corona-Pandemie. Nicht zu kurz kam bei den Schülerinnen und Schüler in ihrer emotionalen Rede auch der Dank an die Schulleitung, an die OSKs, an die Lehrkräfte, an das Verwaltungspersonal und an die eigenen Eltern.
Unser neuer Schulleiter Wolfgang Lanzinger freute sich über die hervorragenden Leistungen der Abiturientinnen und Abiturienten. Mit einem Durchschnitt von 2,1 haben sie besser abgeschnitten als das bayernweite Ergebnis, zudem haben vier Schülerinnen und Schüler die Traumnote 1,0 erreicht.
Seine Premiere bei einer Abiturrede nutzte "unser neuer Chef" dazu, noch ein letztes Mal bei den Schülerinnen und Schülern, von denen er einige in der 5. und 6. Jahrgangsstufe in der Ganztagesklasse im Fach Deutsch unterrichtet hatte, erzieherisch zu wirken. Er warnte davor, sich zu sehr auf die Hilfe der künstlichen Intelligenz zu verlassen. Auch die besten Prompts führten nicht immer zu den besten Ergebnissen. Vielmehr sollten die gut ausgebildeten jungen Menschen ihre natürliche Intelligenz benutzen. Nach einem Vergleich mit einem Fußballspiel, bei dem es stets gilt, die sich bietenden Chancen zu nutzen, aber jederzeit den FairPlay-Gedanken im Kopf zu haben, beendete Wolfgang Lanzinger seine erste Abiturrede mit einem Zitat der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer: "Seid Menschen!"
Musikalisch umrahmt wurde die festliche Veranstaltung von Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Ein Violoncelloquartett brachte "Nothing else matters" von Metallica auf die Bühne, das von Fabio Estay-Heydner arrangiert worden ist. Ein Ensemble aus Bigband, Chor und Orchester trug "Slipping through my fingers" vor und abschließend sangen Theresa Sorke und Franziska Feuerer "Skyfall".
Nach der feierlichen Zeugnisverleihung wurde im Tonwerk bis in die Tiefen einer warmen Sommernacht die erfolgreiche Gymnasialzeit mit vielen Gästen ausgiebig gefeiert.