Am Nachmittag vor dem Projekttag, den die TUM immer zum Aufbau der aufwendigen Projekte nutzt, konnten Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse in einem Drechselkurs einen sehr schönen Schlüsselanhänger aus Holz herstellen. Betreut wurden sie dabei von Susanne Bley, einer der Leiterinnen des TUM-Entdeckerinnen-Programms, die den Kurs für diese Altersstufe separat entwickelt hatte und dafür eigens mobile Drechselmaschinen nach Dorfen mitbrachte.
Am Projekttag selbst ging es nach einer kurzen Einführung in den Tag in verschiedene Räume, in denen die Schülerinnen von insgesamt ca. 20 Referentinnen der TUM in sechs verschiedenen Projekten eingeführt wurden. Durch diese intensive Betreuung konnten nicht nur das eigenständige Forschen sehr gut begleitet werden, es ergab sich so auch die Gelegenheit für die Mädchen in vielen Gesprächen einiges über den Studienalltag an der TU München zu erfahren. So konnten unsere Schülerinnen hier bereits erste Kontakte knüpfen und spannende Einblicke auch ins Studentenleben gewinnen. Mit Emma Seisenberger war auch eine ehemalige Schülerin des Gymnasiums Dorfen unter den Referentinnen vertreten, die bereits selbst als Schülerin am TUM-Entdeckerinnen-Tag teilgenommen hatte. Sie studiert inzwischen an der TU München und hat in diesem Jahr ein Projekt aus der Informatik betreut. Die weiteren Projekte waren aus den Bereichen Trenntechnik, Orthopädietechnik, Leichtbau, Geothermie und Vulkanismus.
Die beiden Leiterinnen des TUM-Entdeckerinnen-Programms, Claudia Sohnius und Susanne Bley, zeigten den Schülerinnen am Ende des Projekttages weitere Angebote der TU München auf, die großartige Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften bieten.
Für die Jungen der 10. Klasse würde in diesem Jahr auch ein sehr spannendes Programm zum Thema "Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen und mögliche Gegenmaßnahmen" entwickelt. Gemeinsam mit den beiden Experten Manfred Groh und Derk Münchhausen hatten die Lehrkräfte Nora Mock, Daniel Gebauer und Bernhard Laux ein Gesamtkonzept entwickelt, das den Schülern viele Auswahlmöglichkeiten zur praktischen Betätigung bot. Dabei wurden die beiden Hauptreferenten durch die Werksstudenten Béla Wiegel und Fridolin Karger sowie Philipp Otter (Projektleiter im Bereich Echtzeitsysteme) verstärkt. Bemerkenswert ist, dass alle Beteiligten Alumni des Gymnasiums Dorfen sind und somit für das Projekt an ihre alte Schule zurückkehrten.
Zunächst wurden die Grundlagen des Klimawandels vermittelt. Anschließend konnten die Schüler sich eigene Gruppen wählen, die unterschiedliche Aufgaben hatten. Während Derk Münchhausen mit seinem Team den Schülern die Möglichkeiten aufzeigte, wie man KI-Tools geschickt einsetzen kann, um Karten zu verbessern und Erkenntnisse zu gewinnen, setzte sich die Gruppe bei Manfred Groh mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinander und könnte hier viele spannende Aspekte diskutieren. Weil die Qualität des Ergebnisses bei der Nutzung von KI maßgeblich von der Qualität der Daten abhängt, wurde die Datengrundlage verbessert, indem eigene Forscherteams in der Umgebung der Schule zum Daten sammeln ausgeschickt wurden. Dabei wurden Temperaturen gemessen, Baumarten bestimmt, die Versickerung auf unterschiedlichem Untergrund untersucht und einige weitere Parameter bestimmt. Diese konnten per App in Echtzeit an die Informatikgruppe übermittelt werden, die damit ihre Klimamodelle und Karten verbessern konnte. Durch die kleinen Gruppen und den guten Betreuungsschlüssel konnten sehr erstaunliche Ergebnisse erzielt werden. Bemerkenswert war, dass die Schüler dies ohne genauere Vorkenntnis in so kurzer Zeit umsetzen konnten. Dies begeisterte nicht nur die Projektbeteiligten, sondern auch Herrn Lanzinger, der sich für die Ergebnispräsentation extra Zeit genommen hatte.