Dieses Praktikum zum genetischen Fingerabdruck hat sich am Gymnasium Dorfen mittlerweile etabliert, liegen doch die Vorteile dieser Veranstaltung klar auf der Hand. Die Schüler üben einen sehr anspruchsvollen Lernstoff des Biologielehrplans der Oberstufe praktisch ein und lernen nebenbei Labortechniken, die in einem molekularbiologischen Institut zum Alltag gehören, kennen.
So ist z. B. die Gelelektrophorese in der Biologie und der Medizin eine Methode, die zum Auftrennen von unterschiedlich großen und unterschiedlich geladenen Teilchen verwendet wird. In unserem Fall handelte es sich um verschieden lange DNA-Fragmente. Diese werden in ein Agarosegel (Konsistenz ähnlich wie Gelatine)pipettiert, wie man an den Bildern sehen kann. Aufgrund des angelegten elektrischen Feldes werden die Fragmente in Richtung des positiven Pols gezogen. Durch die variable Größe ist die Laufgeschwindigkeit auch unterschiedlich groß. Somit erhält man eine Auftrennung der DNA-Stücke und es entsteht ein Bandenmuster, das typisch für die jeweilige Person ist und eindeutig zugeordnet werden kann: der genetische Fingerabdruck.
Solche Bandenmuster kennt inzwischen jeder Krimifan, die harte Laborarbeit von sechs Stunden, die dahintersteckt, allerdings nicht. Doch trotz der Mühen und der heißen Temperaturen hatten die Schüler im integrierten Schülerlabor viel Spaß bei der Arbeit und vielleicht hat ja der eine oder andere die Leidenschaft zur Molekularbiologie entdeckt.