Das Projekt gliedert sich in drei Teile:
- Eine theoretische Einführung in die Themen Energie, Energiequellen, Wirkungsgrade und Kosten. Dabei entstehen bereits erste spannende Diskussionen.
- Die Jugendlichen können ihre kleinen Holzhäuser erst mit Standard-Verbrauchern und anschließend mit modernen Verbrauchern bestücken. Dabei sehen sie bereits, wie energiesparend modifizierte Haushaltsgeräte sind. Die Dächer werden dann noch mit PV-Anlagen bestückt und die Ersparnis steigt nochmals – sowohl monetär als auch hinsichtlich des CO2-Ausstoßes.
- Mit einer öffentlichen Gemeinderatssitzung, bei der die Jugendlichen unterschiedliche Rollen einnehmen, beginnt der letzte Teil. Die Bürger sollen gemeinsam überlegen, wie sie ihr Dorf klimafreundlich gestalten können. Windräder und PV-Anlagen werden zugebaut und am Ende profitieren alle von den Einnahmen und dem sinkenden CO2-Ausstoß.
Seit letztem Jahr ist das Energiespardorf in den Händen von Wolfgang Moises aus Wörth, sodass die Wege für uns kürzer geworden sind und die Kommunikation sehr viel unkomplizierter! Daher haben wir, das Gymnasium Dorfen und Wolfgang Moises, beschlossen, das Projekt am Korbinian-Aigner-Gymnasium und mit einer Klasse der Realschule Haag zu begleiten. Die Haager haben uns mit einer 9.Klasse besucht und konnten, so unser Eindruck, von dem lohnenswerten Projekt überzeugt werden – vielleicht können nächstes Jahr dort alle Klassen davon profitieren. Zwei Wochen später wurde das Dorf nach Erding ans KAG transportiert. An drei Tagen konnten sich sechs Klassen davon überzeugen, wie viel Geld ihre Gemeinde einnehmen kann, wenn sie sich selbst z.T. um ihre Energieversorgung kümmert.
Durchgeführt wurde das Projekt in allen zehn Klassen von den Lehrkräften Thomas Waitzhofer und Angelika Semerad. Doch waren wir nicht die spannendsten Partner…
Diese Rolle übernahmen bereits zum zweiten Mal Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Isental! Rainer Pollmann, Seppo Schmid, Manfred Groh und Melanie Koxholt unterstützten die Jugendlichen beim Rollenspiel, indem sie sich selbst spielten. Dabei begleitete Melanie Koxholt uns bei insgesamt sieben der zehn Klassen! Als Nicht-Technikerin war sie für uns Lehrkräfte ein wichtiges und wertvolles Korrektiv, wenn wir mal wieder in unserem Zahlenwahnsinn gefangen waren – vielen Dank dafür (auch im Namen der Jugendlichen)!
Aktuell machen wir Pläne, das in die Jahre gekommene Dorf zu modernisieren. Dabei ist die Sektorenkopplung der wichtigste Aspekt, da E-Mobilität und Wärmepumpen sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Wir freuen uns auf gutes Gelingen und bedanken uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei der Bürgerenergie Isental e.V. und speziell Melanie Koxholt, die uns über viele Stunden, mit erkennbarer Freude, begleitet und unterstützt hat – Team-Teaching par excellence!